Die Orgel - Königin der Instrumente

Schon Mozart schrieb in einem Brief an seinen Vater (1777): „Die Orgel ist doch in meinen Augen und Ohren der König aller Instrumente“. Wir sprechen daher heute noch von der „Königin der Instrumente“. Sie vereinigt eine Vielzahl von Klangfarben und ist ein faszinierendes Instrument, das durch das Zusammenspielen von zahlreichen Techniken beeindruckt.
OrgelAber auch die räumliche Größe – manchmal über 20m hoch – macht die Orgel zu einem eindrucksvollen Instrument. Hauptsächlich findet man Orgeln verschiedenster Größe in Kirchen, aber auch in Konzertsälen. Auch technisch gesehen ist die Orgel eine „Königin der Instrumente“ Bei keinem anderen Musikinstrument findet man so viele verschiedene Klangfarben, keinen so großen Tonumfang, der den gesamten Frequenzbereich der Tonwahrnehmung des menschlichen Gehörs abdeckt (ca. 10 Oktaven). Dazu bietet die Orgel die Möglichkeit, vom leisesten pp bis zum vollsten ff in allen Klangstärken und Klangschattierungen erklingen zu können. Wenn man vor der Orgel steht, kann man den Prospekt sehen, die Orgelfassade. Die Prospektpfeifen sind aber nicht, wie manche glauben, die einzigen der Orgel. Wesentlich mehr Pfeifen befinden sich dahinter im Orgelgehäuse.
PfeifenDie Orgel ist ein Tasteninstrument, bei dem Pfeifen als Tonerzeuger durch Wind zum Klingen gebracht werden. Es gibt ein Gebläse, das Druckluft, den so genannten Orgelwind, erzeugt, der die Pfeifen zum Tönen bringt. Im Inneren der Orgel stehen meist mehrere hundert Pfeifen aus Holz und Metall und in ganz unterschiedlichen Formen. Sie stehen auf breiten hölzernen Kästen, den Windladen. In ihnen befinden sich die Ventile, die die Luftzufuhr zu den Pfeifen ermöglichen oder unterbrechen. Zu den Windladen führen die Windkanäle. Das sind dicke hölzerne Kanäle, die den Orgelwind vom Gehäuse in die Windladen leiten. Im Untergehäuse kann man die Windladen von unten sehen. Außerdem sieht man die Ventilsteuerung, die Traktur. Diese besteht aus schmalen hölzernen Leisten (Abstrakten) oder Drähten, die von den Tasten über Winkel und Wellen zu den Windladen verlaufen (mechanisch). Dies kann auch elektrisch, also mit Relais geschehen, oder pneumatisch mit dünnen Bleirohren, durch die bei Tastendruck Druckluft geleitet wird und dann auf komplizierte Weise die Ventile geöffnet werden.
PfeifenanordnungTraktur
SpieltischDie Orgel wird vom Organist vom Spieltisch aus bedient. Dort findet man die Klaviaturen für die Hände, die Manuale, und unten die Klaviatur für die Füße, das Pedal. Die Anzahl von Manualen kann von einem bis zu sieben variieren. Meistens haben Orgeln aber zwei Manuale. Im Spieltisch befinden sich auch die Registerzüge zur Betätigung der Register. Jede Pfeife kann nur einen Ton erzeugen. Ein Manual mit 58 Tasten (c-a’’’) braucht eine Pfeifenreihe mit mindestens 58 Pfeifen. Diese Pfeifenreihen nennt man Register, das aus Pfeifen mit gleicher Bauart, gleicher Klangfarbe und Klangstärke besteht. Jede Orgel hat mehrere Register und der unterschiedliche Gebrauch und ihre Mischung nennt man Registrierung. Zu jeder Klaviatur (Manuale und Pedal) gehören mehrere, nach bestimmten Gesichtspunkten verschieden verteilte Register. Der Tonumfang einer Orgel beträgt bis zu 10 Oktaven.
 
© Copyright 2010 haiss.name - Impressum Webdesign by Stefan Haiß